Aderlass gegen die Deponie

Aktion der BI Wangelnstedt am 18. Juni um 14:30 Uhr als Teil des ersten Kulturfestes an der Deponie

Hintergrund der Aktion ist die seit langem von der Bürgerinitiative Wangelnstedt geforderten Blutfett – Untersuchungen der in unmittelbarer Nähe der Aschedeponie Wangelnstedt/Lüthorst lebenden Bürger und Bürgerinnen. Geplant hierzu ist ein runder Tisch bestehend aus den Kreisverwaltungen Holzminden und Northeim, der Samtgemeinde Eschershausen/Stadtoldendorf sowie dem niedersächsischen Landesgesundheitsamt und den Vertretern der Bürgerinitiative Wangelnstedt. Der Runde Tisch soll ein Untersuchungsprogramm vorbereiten, das die zu erwartende bzw. nicht auszuschließende Dioxinbelastung der Wangelnstedter und Lüthorster Bevölkerung durch den Betrieb der Aschedeponie Wangelnstedt/Lüthorst untersucht.

Um eine statistische Mindestaussagekraft bei vertretbarem Kostenvolumen zu erreichen, sollten etwa 30 Blutuntersuchungen auf Dioxine für Wangelnstedt und noch einmal etwa 30 Blutuntersuchungen auf Dioxine für Lüthorst durchgeführt werden an Personen, die mindestens etwa zehn Jahre in Wangelnstedt bzw. Lüthorst wohnen.

Die bei dem geplanten Untersuchungsprogramm gewonnenen Dioxindaten können mit der Dioxindatenbank des Umweltbundesamtes abgeglichen werden, nähere Einzelheiten findet man hierzu auf der Dioxinhomepage des Umweltbundesamtes unter https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/dioxine. Ziel des Untersuchungsprogramms ist es zu sehen, ob die Dioxinbelastung der exponierten Wangelnstedter und Lüthorster Personen signifikant oberhalb der bundesdeutschen Bevölkerungsdurchschnittswerte in ländlichen Gebieten liegen.

Bei der Aktion „Aderlass gegen die Deponie“ wird die Bürgerinitiative Wangelnstedt zum runden Tisch und zum geplanten Untersuchungsprogramm informieren und Interessentenlisten auslegen, in denen sich die interessierten und betroffenen Wangenstedter und Lüthorster Bürger und Bürgerinnen (unverbindlich) eintragen können. Die Aktion „Aderlass gegen die Deponie“ wird am 18. Juni um 14:30 Uhr abgerundet werden durch eine symbolische Blutabnahme unter Anwesenheit der örtlichen und regionalen Medien.

Um 15 Uhr schließt sich die Bürgerfragestunde an mit den Politikerinnen und Politikern vor Ort und der Region. Es besteht reichhaltig Gelegenheit, die Fragen, Sorgen und Nöte der Bevölkerung zum Ausdruck zu bringen und aus der Politik Antworten zu erhalten.