Naturschutz geht vor Erweiterung

Folgender Artikel entstammt der Printausgabe des Täglichen Anzeigers Holzminden vom 11. Juni 2016.


MdL Tippelt führt Gespräche zur Deponie

LÜTHORST/WANGELNSTEDT (r). Die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt hat erneut Gespräche geführt, um die Handlungsmöglichkeiten in Bezug auf die geplante Erweiterung der Deponie Lüthorst zu erörtern. Ergebnis: Ein zentraler Aspekt, der gegen die Erweiterung spricht, sei das bestehende Vogelschutzgebiet Solling-Vorland in dem betroffenen Gebiet. Außerdem sei der Landkreis Northeim im Beteiligungsverfahren zur Errichtung eines Landschaftsschutzgebietes an gleicher Stelle.

Mit Northeim abstimmen

„Hier werden wir uns mit dem Nachbarlandkreis Northeim abstimmen und Kräfte bündeln, um die Erweiterung der Deponie möglichst zu verhindern“, so Sabine Tippelt entschlossen.
Zum Vorschlag von MdL Uwe Schünemann, die Kraftwerke der Volkswagen AG auf die „Hagemeyer-Katalysator-Methode“ nachzurüsten um die Entstehung von Schadstoffen im Verbrennungsprozess bei den Kraftwerken zu verhindern, ist laut Sabine Tippelt festzustellen, dass dies als nicht notwendig erachtet wird, da die Kraftwerke die Emissions-Grenzwerte sicher einhalten.
Die Maßnahme sei aber nicht nur unnötig, sondern auch nachteilig, da der Einsatz der Katalysatoren sogar zu erhöhten Schwermetallgehalten in den erzeugten Aschen führen würde, erklärt Sabine Tippelt.
„Der richtige Weg ist jetzt, die Vorgaben des Naturschutzrechts so anzuwenden, dass eine Vergrößerung der Deponie und damit deutlich erhöhte Umweltbelastung verhindert wird“, so Tippelt abschließend.